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Eine Angstwelle, Panik, ergreift das Volk – das Souverän – um die wirtschaftliche Zukunft wieder einmal. Die Angst um unsere Gesundheit rückt immer mehr in den Hintergrund. Gleichzeitig kommt eine Panik auf in Bezug auf unsere Grundrechte, die durch unsere demokratische Grundordnungeigentlich garantiert sein sollten. Zudem erlebe ich gerade viele Menschen in dieser Panik, die an sich nicht wirklich von den direkten Auswirkungen der nun deutlich wahrnehmbaren Finanzkrise betroffen sind. Deshalb habe ich mich gefragt, wie diese Angst eigentlich bei diesen Menschen entstanden ist und habe mir nochmals die Hintergründe unseres Gesellschaftssystems näher angeschaut. Dies sind Gedanken, die leider bei uns allen viel zu selten vorkommen und es werden Fragen somit aufgeworfen, die wir alle schon lange nicht mehr stellen, weil es eh keinen Sinn macht. Die allgemeine Einstellung der „normalen“ Menschen dazu ist: wir können sowieso nichts daran ändern, wie es in der Wirtschaft und in der Politik läuft. Diese Einstellung gibt es sogar in der Schweiz, die sich gerade dadurch von den anderen europäischen Staaten unterscheidet, weil es hier die direkte Demokratie gibt.

Ich möchte Ihnen jedoch gern ganz einfach veranschaulichen, warum es systemisch gesehen sehr logisch ist, warum es diese momentane kollektive Angst gibt und dass diese auch bewusst geschürt wird, weil sie für den Kapitalismus unabdingbar ist. Es ist dabei egal, dass wir heute von Neoliberalismus sprechen und Kapitalismus ein bereits veraltetes Wort in der Volkswirtschaft ist. Kapitalismus ist trotzdem uns allen geläufiger.

Was ist Kapitalismus?

Wichtig ist dabei meiner Meinung nach zu verstehen, dass es sich nicht allein um eine Wirtschaftsordnung handelt, sondern auch um eine Gesellschaftsordnung, also wie wir Menschen auch ausserhalb unserer wirtschaftlichen Tätigkeiten miteinander umgehen. Ich glaube, dass dies allein Vielen gar nicht bewusst ist, dass es hier auch ein Thema der gesellschaftlichen Ordnung ist, die genauso funktioniert, wie unsere kapitalistische Wirtschaft. Die Wirtschaft ist ein Kreislauf von Angebot und Nachfrage. Dabei gibt es das Gebot der Verknappung, so dass in einem „gesunden“ kapitalistischen System die Nachfrage stets grösser sein muss als das Angebot. Das ist die Grundlage für den Umlauf von Geld. Sehr einfach ausgedrückt, ich weiss.

Was ist Geld?

Geld ist nicht allein ein Zahlungsmittel, also nur ein Tauschmittel von Leistung gegen Leistung, so wie es ganz ursprünglich angedacht war, sondern – und das ist verheerend – Geld ist auch ein Vermögenswert an sich geworden.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist: Geld ist immer per-se ein Zinsgeld. Das Geld eines jeden Landes wird in einer Zentralbank verwaltet. D.h. es gibt eine bestimmte Menge an Geld, die von der Zentralbank überwacht und reguliert wird. In Ur-Zeiten wurden die Zentralbanken der Länder genau für diese Aufgabe ins Leben gerufen. Das Geld wurde erfunden, damit wir alle damit untereinander Leistung gegen Leistung tauschen konnten. Aber dies bedeutet gleichzeitig, dass das „Haben“ des Einen, das „Soll“ des Anderen war. Immer wenn Jemand eine Summe X bekommt, verliert Jemand anders genau diese Summe X. Und weil dies so ist, wurde zum Ausgleich für diesen (vorläufigen) Verlust der Zins ins Leben gerufen. Mit anderen Worten: solange es die Zinswirtschaft als prägendes Merkmal unseres Wirtschaftssystems gibt, gibt es immer Gewinner und Verlierer.

Nun kommt ein grosses Paradox hinzu, das psychologisch auch double-bind Kommunikation genannt wird. Auf der einen Seite wird ausgerufen: Investiere! Und auf der anderen Seite wird gewarnt: Spare!

Genau in diesem Spannungsverhältnis, ja geradezu Konflikt, bewegen wir uns, ob als Privatperson wie auch als Unternehmer. Das ist wie Gasgeben und Bremsen gleichzeitig. Dies holprig zu nennen, wäre stark untertrieben.

Hier sind wir, wenn ich nun ganz einfach in meinen Erklärungen weiterhin bleiben möchte, bereits bei der in der Gesellschaft tief verankerten Angst und ihrer Entstehung angekommen. Jeder möchte den höchsten Gewinn für sich selbst erwirtschaften und soviel Geld und Güter für sich gewinnen, wie nur möglich. Dieses Verhalten wird auch noch gesamtgesellschaftlich unterstützt, wurde uns als Kindern so beigebracht und wurde bisher auch für richtig gehalten.

Aber was bedeutet dies? Es bedeutet nochmals betont: wenn Einer etwas dazu gewinnt, muss automatisch ein Anderer etwas verlieren. Anders ist es nicht möglich. Ist Ihnen dies in dieser faktischen Ausprägung bewusst?

Diesem Kreislauf kommt dann das Sparverhalten auch noch sperrig in den Weg, denn dadurch wird dieses Spiel immer wieder angehalten und somit ist es nicht mehr möglich jeden Tag aufs Neue zu gewinnen. Denn sonst wäre es ja kein Problem. An einem Tag gewinnt der Eine und am nächsten Tag kann schon der Andere wieder gewinnen. So ist es aber nicht.

Dieser beschriebene Mechanismus ist uns, wenn nicht immer bewusst, aber doch unterbewusst, bestens bekannt. So entstehen automatisch existentielle, unterbewusst verankerte Ängste. Somit sind wir in diesem kapitalistischen Wirtschaftssystem automatisch Konkurrenten und strengen uns über noch mehr Leistung, über noch mehr Schnelligkeit, dazu an, immer wieder zu den Gewinnern zu zählen, ob es real wirklich möglich ist oder nicht.

Die Ängste, die so in uns entstanden sind, werden neurotische Ängste genannt. Und neurotisch heisst nichts anderes wie: durch ungelöste Konflikte ausgelöste Ängste zu haben. Dabei kann ich nicht oft genug betonen: es sind Konflikte, die nicht zu lösen sind. Das ist der Kern des Problems.

Warum ist diese neurotische Angst für die momentane Wirtschaftsordnung aber wichtig?

Allein diese Angst zu den Verlierern dauerhaft zählen zu können, hält uns alle am Laufen und in dem Streben nach noch mehr, höher, weiter, schneller. Diese Angst hält uns in dem kapitalistischen Kreislauf. Es soll erreicht werden, dass wir uns nach Abschluss des Lockdowns wieder auf die Wirtschaft so freuen, wie sie zuvor war und zwar deshalb, weil wir wieder einmal eine Verknappung erlebt haben: die Verknappung der Freiheit und der Selbstbestimmung somit.

Soweit so gut, aber nun kommt noch ein Aspekt, der vollständig von Manchen ausgeblendet wird bzw. ihnen gar nicht bekannt ist, wenn eben diese Gedankengänge und dieses Nachvollziehen des Zinssystems meiner Meinung nach nicht stattfinden. Wir haben keine neue Wirtschaftskrise bzw. Bankenkrise erst seit Corona und konkret seit Mitte März 2020. Wir haben diese Bankenkrise bereits spätestens seitdem es die 0% Zinsphase gibt. Seit diesem Zeitpunkt liegt unser Geldsystem im Sterben und bäumt sich nun wieder auf und will wieder an die Macht.

Wie konnte es jedoch zu dieser 0% Zins-Phase kommen, die sich übrigens Deflation nennt?

Deflation ist das Gegenteil von Inflation, d.h. die Leistungen werden nicht teuerer, sondern immer billiger, auch wenn es der Endkunde so nicht wirklich direkt mitbekommt. Zuletzt konnten wir erstmalig darüber staunen, dass der Ölpreis sogar im Wert abgerutscht ist, was noch vor dem absoluten Reiseverbot begann. Was passiert ist, ist, dass das Gleichgewicht aus Angebot und Nachfrage nicht mehr übereinstimmt. Normalerweise ist ja die Nachfrage bisher grösser gewesen als das Angebot, d.h. die Güter waren knapp. Nun haben wir schon seit ein paar Jahren den Umstand, dass die Nachfrage insgesamt kleiner ist als das Angebot. Dies geschieht jedoch nicht über alle Wirtschaftsbranchen gleichermassen, so dass immernoch ein Wirtschaftswachstum gemessen werden konnte. Dieser Wirtschafts-Index spiegelte aber schon länger nicht die Realität wieder. Der Mechanismus aus Angstmache vor Knappheiten hat aufgehört zu funktionieren. Immer mehr Menschen und Unternehmen stiegen aus diesem Teufelskarussell aus. Die Einen, weil sie teilweise zu wenig verdienten, um sich an dem Konsumismus weiter in der massiven Form beteiligen zu können und die Anderen, weil sie über und über gesättigt waren. Andere Werte wie z.B. die Natur, die Gesundheit, das menschliche Miteinander und einfach leben wollen hielten in den Köpfen der Menschen Einzug und das grosse Ausmisten begann statt Einkaufen. Immer noch sehr einfach dargestellt. Der Verzicht der Menschen auf übermässigen Konsum – auch u.a. von pharmazeutischen Produkten – und das Aufbrauchen von Erspartem fürs Lebengeniessen führten immer mehr dazu, dass die Geldmenge, die von der Zentralbank im Umlauf war, zu gross wurde. Es machte keinen Sinn mehr sich Geld von der Zentralbank zu leihen oder eben von der Hausbank, wo die Hausbanken ihr Geld herbekommen. Somit verloren auch die Hausbanken einen grossen Teil ihrer Einnahmen. Dann kam die Welle der Investitionen in Immobilien und Gold. Aber vorallem passierte es, dass Menschen sich nach und nach für Dinge interessierten, die keinen Profit und keine Rendite abwarfen und sie kamen immer mehr zu entsprechenden Interessengruppen zusammen.

Was musste jetzt also passieren, wenn das jetzige Wirtschaftssystem bestehen sollte?

Die Menschen mussten ganz dringend aus dieser gesellschaftlichen Gesamtbewegung Richtung demokratischer Freiheit und Selbstbestimmung wieder in Angst und Panik geführt werden, damit sie wieder funktionieren.

Denn demokratisches Denken und Handeln widerspricht dem Kapitalismus. Von oben wird uns immer wieder suggeriert, dass dieses Wechselspiel zwischen Wirtschaft und dem Menschen zu komplex ist, um es zu verstehen. Das ist es aber ganz und gar nicht. Lassen Sie sich niemals einreden, dass Sie nicht intelligent genug wären, diese Zusammenhänge zu verstehen. Und vorallem lassen Sie sich nicht erzählen, dass es kein anderes Wirtschaftssystem gibt, das funktionieren kann. Anregungen zu anderen bereits sehr weit gedanklich ausgereiften Wirtschaftssystemen finden Sie z.B. in der Gemeinwohl-Ökonomie www.ecogood.org oder aber auch bei den Verfechtern des Grundeinkommens und angelehnten Modellen, welche sich allesamt an der Natur orientieren. Die Natur, die sich stets an gegenwärtige Begebenheiten neu anpasst, immer grosszügig ist, aber nie verschwenderisch und somit niemals ins Minus rutschen kann. Stellen Sie sich einen Apfelbaum vor: wenn alle Äpfel geerntet oder gegessen sind, sind einfach keine Äpfel mehr da, also 0 Äpfel und nicht wie in unserer jetzigen Wirtschaft z.B. minus 10 Äpfel.

Heute las ich den Ausspruch: wer in der Demokratie schläft, wird in der Diktatur aufwachen.

Sie brauchen heutzutage nicht einmal besonders wach zu sein, um mitzukriegen, wie weit und mit welchem Ziel die Panikmache von den Politikern und Machthabern betrieben wird. Es wird offen und massiv fordernd darüber gesprochen, dass es Zwangsimpfungen des Volkes geben soll und vorallem soll ein Jeder eine Überwachungs-App auf seinem Handy installiert bekommen. Die Daten sollen zentral überwacht und ausgewertet werden können. Mit anderen Worten: das Volk ist ausser Rand und Band und ist nicht mehr kalkulierbar und das verunsichert nur einen kleinen Teil der Menschen und zwar den Teil der Menschen, die über uns alle das Sagen haben. Per Notstandgesetzen haben sie uns somit klar gemacht, dass sie wünschen, dass dieses demokratische Verhalten aufhört und wir wieder gleichgeschaltet einer Meinung sein sollen und zwar der kapitalistischen Meinung.

Macht Ihnen diese ganze Vorstellung von genereller Überwachung und Eingriff in Ihre körperliche Unversehrtheit Angst? Ja, dann attestiere ich Ihnen aus meiner Sicht, dass Sie psychisch 100% gesund sind, denn dann sind Sie bei der gesunden Angst angekommen, die signalgebend ist und die Sie dazu auffordert, zu handeln und Ihre persönliche Macht nicht abzugeben.

Haben Sie den Mut und nehmen Sie Ihre demokratische Freiheit jetzt ernst und gehen Sie in den gesunden Widerstand. Unterschreiben Sie Abstimmungen, die Ihren Werten entsprechen und Ihrer persönlichen Vorstellung von freiheitlicher Ordnung.