Seite wählen

Diesmal etwas zum Schauen und den Text zum Lesen 🙂

Montags herrscht bei uns bereits am Vormittag eine freudig gespannte Stimmung, denn am späten Nachmittag geht es zum Suchhundetraining. Unsere Co-Trainerin Shiva, die fest zu unserem klaradenken Team gehört, zeigt von klein auf Ambitionen für den professionellen Suchdienst von verloren gegangen Menschen – und ich als Frauchen freue ich mich sehr darüber!

Ich möchte diese Faszination für Hunde, in meinem Fall die Schäferhündinnen, teilen, weil jeder Mensch und insbesondere jeder Hundebesitzer so viel lernen kann von den Hunden. Hunde verfügen über einen untrüblichen Instinkt, Entscheidungsstärke und fordern seinen Besitzer auf Führungsstärke zu zeigen. Nicht umsonst setzen wir seit Jahren mit unserem speziellen Coachingprogramm: Dein Hund – Dein bester Coach auf den Hund des Kunden als Co-Trainer.

Was Sie von Ihrem Hund lernen können?

  • Non-verbale Kommunikation
  • Körpersprache eindeutig verstehen
  • Team-Work
  • Natürliche Autorität ausstrahlen
  • Freude an gemeinsamen Erfolgen
  • Schneller, erfolgreiche Entscheidungen treffen etc. pp.

Der Hund als Spiegelbild des Besitzers und seiner Führungskraft. Nutzen Sie dieses Potential! Viel Spass beim Anschauen des Videos mit unserer Co-Trainerin Shiva vom Suchhundetraining im Thurgau. Was vielleicht auf dem Video nicht zu erkennen ist: es hat sehr stark gewindet und d.h., dass die Duftspur, die Shiva durch das Kleidungsstück der gesuchten Person erschnuppert, verwirbelt wird. Die drehenden Bewegungen stellen die Analyse dar, wo Shiva abprüft, wohin die stärksten Duftspur hinführt und geht dieser nach. Mit anderen Worten sie nimmt sich die Zeit, genau zu analysieren und dann trifft sie ihre Entscheidung geht unbeirrt weiter.

Was meine Rolle dabei ist?

Ich bin dafür da, ihr die gemeinsame Aufgabe zuzuteilen, indem ich das Kleidungsstück erschnuppern lasse und ihr die Anweisung gebe, zu trailen. Danach gilt es, sie auch ihre Aufgaben machen zu lassen und ihr den Raum zu geben, dass sie dies tun kann. Würde ich die Leine loslassen oder noch schlimmer ganz stramm halten und ihr nicht die nötige Bewegungsfreiheit lassen, würde sie stehen bleiben und nicht suchen. Ich musste lernen, sie genau zu beobachten. Beim Suchhundetraining geht es um sehr kleine Bewegungen des Körpers. Sehr oft musste ich von der Hundetrainerin hören: „Hast Du gesehen? Sie hat Dir schon dreimal angezeigt, in welche Richtung es geht!“ und wie oft habe ich ihr im Weg gestanden und sie somit an der Pflichterfüllung gehindert!

Wir können dies alles auf unseren Arbeits- und auch Beziehungsalltag übertragen und unseren Umgang mit unseren Mitarbeitern und Schutzbefohlenen etc.

Sehr oft wird in Führungskreisen das Credo ausgerufen: Mitarbeiter kontrollieren, Anweisungen geben, am Laufen halten. Aber ist es das, was die Menschen brauchen? Würden Sie sonst tatsächlich keine Arbeitsleistung erbringen?

Ganz im Gegenteil: wir wissen aus vielen Untersuchungen, dass jeder Mitarbeiter und jeder Mensch, zu dem wir in Beziehung stehen, im Grunde den tiefen Wunsch hat, sich mit seinen Kernkompetenzen einzubringen. Jeder möchte auf seine Art Teil des grossen Ganzen sein, sein Teil einbringen ins gemeinsame Leben – beruflich wie privat.

Sicher: es gehört sehr viel Vertrauen dazu, sich wirklich aufeinander einzulassen und die Rollen so authentisch zu verteilen, dass jeder Teil des Teams in seine Stärke kommen kann. Aber nur so entstehen echte Dream-Teams wie es unter anderem Gerald Hüther definiert. Es braucht heterogene Teams-Anteile. Jeder Teil eines Teams mit ganz individuellen Fähigkeiten – keine Konkurrenz, sondern Kooperation.

Und nun viel Spaß beim Video und falls Sie Fragen zu diesem Thema haben, freue ich mich über Ihre Kontaktaufnahme 🙂