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Angst hat nun lange genug unseren Alltag bestimmt. Eine akute Angst schwingt immer noch in unserem Unterbewusststein stark mit. Diese Angst schwächt uns insgesamt, wir können sie körperlich spüren, sie führt zur Frustration und wie nun so gut wie jeder Mensch weiss, zur Schwächung unseres Immunsystems.

Was es jetzt deshalb braucht, ist ein starkes, tiefgehendes Gefühl, das uns in unsere Mitte führt und uns stärkt. Kaum ein anderes Gefühl kann dies bewerkstelligen, wie die Dankbarkeit. Des Weiteren lässt sich kaum ein anderes Gefühl so aktiv und bewusst herzaubern, wie die Dankbarkeit. Dafür gibt es ganz einfache und sofort umsetzbare Übungen, die ich Ihnen gern am Ende als Inspiration vorstellen werde.

Dankbarkeit ist deshalb so wirksam, weil sie in direktem Masse zu einer positiven Stimmung und in Folge zur Freude, Gelassenheit und einem Glücksgefühl führt. Es ist sogar wissenschaftlich nachgewiesen, dass eine aktive Dankbarkeit einer der universellen Schlüssel zum Glück und einem erfüllten Leben ist. Im wahrsten Sinne führt Dankbarkeit zur Fülle im Leben, die wir erst über Dankbarkeit überhaupt erspüren können. Was dann in Folge passiert, ist, dass wir die Möglichkeit haben, unsere Verbundenheit und unsere eigene Beteiligung an den Dingen des Lebens wahrzunehmen. Wahrzunehmen, dass wir die Möglichkeit der Mitgestaltung im Leben haben.

Somit ist die aktive Dankbarkeit ein erprobtes Mittel, um die eigene Angst zu minimieren und damit die Anfälligkeit durch äussere Einflüsse, die uns angreifbar machen – psychisch und physisch. Jemand, der aktiv dankbar ist, ist aber nicht nur geschützt vor negativen Einflüssen, sondern zieht automatisch ein anderes Äusseres an. Dies geht auf das Konto der Resonanzgesetze: wenn Sie Ihre Aufmerksamkeit den Dingen aktiv zuwenden, die in Ihrem Leben stimmig sind, erkennen Sie viel schneller, was Ihnen im Leben wichtig ist und wo es noch mehr davon gibt, was Ihnen Freude bereitet. Und damit fällt es Ihnen auch wesentlich leichter, Entscheidungen zu treffen.

Es ist nämlich eine der Fragen schlechthin, die mir im Moment gestellt werden, woher man weiss, was die richtigen Entscheidungen sind und wie man diese trifft. Es ist bei Vielen angekommen, dass niemand mehr vor Veränderungen in seinem Leben und Umfeld davon laufen kann. Auch Sie wollen sich vielleicht bereits aktiv verändern, aber es stellt sich dann die Frage: in welche Richtung soll ich mich verändern? Wie gehe ich überhaupt Veränderungen an? Ich will mich engagieren, aber wo und für was konkret? Diese und ähnliche Fragen bewegen wahrscheinlich auch Sie und ich sage Ihnen, dass es Sie immens stärken wird in dem Erkennen, was Sie wirklich wollen, wenn Sie jetzt erst einmal damit anfangen, wofür Sie gerade im Moment dankbar sind. Denn dies sind die Dinge in Ihrem Leben, die Ihnen Halt geben, die Ihnen gut tun und von denen Sie möglichst viel in Ihrem Leben wollen. Dafür lohnt es sich, sich zu engagieren oder in den Widerstand zu gehen.

Das alles gilt auch für Ihr Berufsleben. Es kann sein, dass alles, wofür Sie vordergründig dankbar sind, in erster Linie in Ihrem ganz persönlichen Bereich zu finden ist. Das ist doch super! Dann wissen Sie, dass Sie all dies mit einer hohen Priorität zu versehen haben und diese als Ihr persönliches Heiligtum beschützen müssen. D.h. Sie haben den Dreh- und Angelpunkt in Ihrem Leben zu spüren bekommen. Aber tun Sie sich selbst den Gefallen und beziehen Sie auch Ihr Berufsleben in die aktive Dankbarkeit ein.

Und nun zu einer möglichen Übung, die Sie machen können, um in die aktive Dankbarkeit zu kommen:

Fangen Sie am besten jetzt direkt an, da wo Sie gerade sind. Schauen Sie sich um: wo sind Sie gerade? Wer ist um Sie herum? Jeder Mensch, jeder Gegenstand, jedes Wetter oder Umstand kann potentiell für eine aktive Dankbarkeit geeignet sein. Was ist gerade schön um Sie herum? Geht es Ihnen gerade gut, sind Sie gesund? Hat jemand gerade etwas Gutes für Sie getan?

Ein profanes Beispiel: es kann auch sein, dass Sie gerade dankbar sind, weil die Bahn pünktlich gekommen ist, Sie einen bequemen Platz bekommen haben und nun gut da ankommen, wo Sie hin möchten.

D.h. suchen Sie nicht nach den Mega-Dingen. Dankbar kann man für die kleinsten Kleinigkeiten und Selbstverständlichkeiten sein, weil dies das Leben unvergleichlich leichter macht.

Klassisch sind sicherlich Dinge wie eine funktionierende Beziehung, Gesundheit, Freundschaft, Haustiere, nette Nachbarn, ein Zuhause, letztlich genügend Geld zu haben, um am Leben sein zu können etc., die eine dankbare Wahrnehmung verdienen.

Und nun gehen Sie gedanklich weiter und suchen geradezu nach dem Positiven in Ihnen selbst und in Ihrem Umfeld: für welche Charaktereigenschaften sind Sie bei sich dankbar? Was macht Sie besonders? Jeder Mensch verfügt über diese Eigenschaften. Was ist es bei Ihnen? Und nun gehen Sie Ihre Kollegen oder Kunden durch? Mit wem kommen Sie besonders gut aus? Und hat vielleicht der ekeligste Kollege mal doch etwas Gutes an sich gehabt? Wofür sind Sie an Ihrem Arbeitsplatz dankbar?

Gerade wenn Sie vorhaben sollten, sich demnächst beruflich zu verändern, dann ist der erste Schritt auf diesem Weg die Dankbarkeit für den jetzigen Job. So können Sie erreichen, dass Sie den beruflichen Fokus in Ihrer nächsten Tätigkeit so ausrichten können, dass Sie mehr von dem anziehen, was Ihnen Freude macht und einen Sinn gibt. Während wenn Sie mit der Aufmerksamkeit auf dem bleiben, was Ihnen negativ zusetzt, Sie eben nur mehr von dem Belastenden anziehen werden.

Also: Sie sehen, dass es sehr viele Gründe dafür gibt, jetzt direkt und immer in die aktive Dankbarkeit zu gehen, weil Sie sich so selbst stärken und in die Freude kommen mit dem Nebeneffekt der Stärkung Ihres Immunsystems. Und wenn Sie stark sind, dann können Sie so gut wie alles erreichen. Deshalb mein Tipp: nehmen Sie sich ab sofort für jeden Tag vor, wenigstens paar Minuten aktiv dankbar zu sein.

Und die ultimative Übung in aktiver Dankbarkeit mit einem Megaeffekt für Ihre Stimmung ist, wenn Sie jemanden tatsächlich persönlich, verbal oder schriftlich für etwas danken. Auch hier können es Kleinigkeiten sein. Gerade in diesen Zeiten, wo Viele über das sprechen, was fehlt, gibt es für Sie und Ihr Gegenüber einen gewaltigen Energieschub, wenn Sie vom Herzen für etwas Danke sagen. Aber Vorsicht: es kann zur Gewohnheit werden! J Und sage ich jetzt: Danke, dass Sie diesen Blog bis zum Ende gelesen haben.